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Prozesskennzahlen

 
   

Michael Stausberg (Ingenieurbüro für Prozesscontrolling, Wetzlar) begann mit einem kurzen Exkurs, in dem er das Grundkonzept der Balanced Scorecard (BSC) vorstellte. Er empfiehlt dabei von der klassischen im Kreis angeordneten Darstellung der Perspektiven abzuweichen und diese untereinander anzuordnen - oben die finanziellen Ziele, gefolgt von der Erfüllung der Kundenanforderungen, der Beherrschung von Kernprozessen und Lernen & Innovation. Von unten her gesehen werden dann Wirkungen, von oben her der Strategieprozess erkenntlich.

Kennzahlen für Unternehmensprozesse

In seinem Impulsvortrag zeigte Hr. Stausberg eine systematische Vorgehensweise um Prozesskennzahlen aus internen Kunden-Lieferanten-Beziehungen abzuleiten. Mittels dieser Kennzahlen kann dann zum einen die Wirtschaftlichkeit (Effizienz-Kennzahl), zum anderen die Qualität der Geschäftsprozesse (Effektivitäts-Kennzahl) erfasst und beschrieben werden.

In der anschließenden Diskussion wurden folgende Aspekte diskutiert:

Wie oft sollen Messungen erhoben werden?
besser kurze aber regelmäßige als zu lange Intervalle

Wie verhält sich Aufwand zu Nutzen?
keine konkrete Antwort möglich, abhängig von der Anzahl und Art der Kennzahlen an sich, der Unternehmensstrategie und -organisation, als auch des Reifegrades

Wie viele Kennzahlen sind sinnvoll?
Es ist notwendig, dass sich alle Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen identifizieren können und die Kennzahlen verstehen, daher gilt weniger ist mehr.

Es ist empfehlenswert, die Kennzahlen auch im Lichte des PDCA-Zyklus zu betachten. Sie können genutzt werden, um das Planen zu unterstützen, die operative Umsetzung zu verfolgen und die Ergebnisse zu überprüfen bzw. numerisch darzulegen und schließlich Konsequenzen daraus abzuleiten.

Anwendungsbereiche von Kennzahlen

Die Diskussion zeigte folgende Anwendungsbereiche für Kennzahlen auf:

  • Leistungsnachweis (z.B. für Zielvereinbarungen oder Provisionsregelungen)
  • Reporting (z.B. für ein Managementreview)
  • Analyse zur Optimierung von Prozessen
  • Planung
  • Kommunikation (intern und extern, Lieferanten)
  • Steuerung (operative Abwicklung)
  • Benchmarking (Vergleich)

Dabei wurde darauf hingewiesen, dass nicht alle Kennzahlen gleichermaßen für alle Anwendungen geeignet sind. So ist zum Beispiel eine Benchmarking-Kennzahl eher allgemein formuliert und damit weniger gut für einen internen Leistungsnachweis zu nutzen.

Der anschließende Erfahrungsaustausch zeigte, dass es zu folgenden Problemen beim Umgang mit Prozesskennzahlen kommen kann:

Schnittstellenproblem: Es ist nicht immer einfach interne Kunden-Lieferanten-Beziehungen und Schnittstellen sauber zu definieren.

Erfassungproblem: Die quantitative Erfassung von Kennzahlen ist oft sehr aufwendig.

Aufwand-Nutzen-Problem: Der Nutzen (z.B. für die Verfolgung von Zielvereinbarungen) muss gegenüber dem Aufwand sorgfältig abgewogen werden.

Mengenproblem: Auch bei Kennzahlen gilt, weniger ist mehr.

End-of-pipe Problem: Bei vielen vorgelagerten Prozesse in der Wertschöpfungskette ist es schwierig die richtigen Kennzahlen zu finden.

 

 
 
   
     
   
 
     
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© Kooperatives Nachhaltigkeitsorientiertes Benchmarking
ein Projekt von future e.V. (Laufzeit von 03.02 bis 04.05)
Wissenschaftliche Begleitung durch das Wuppertal Institut, FG4

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